Stets bemüht aber ohne Erfolg

Posted on 27. März 2014

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FUSSBALL – Auch unter Trainer Christian Ziege bleibt alles bleibt beim Alten: Die akut abstiegsgefährdete SpVgg Unterhaching spielt gefällig. Und geht wieder einmal als Verlierer vom Platz.

Von Robert M. Frank

FUSSBALL – Christian Ziege wurde nach dem 0:2 (0:1) beim FC Rot-Weiß Erfurt von einem Reporter gefragt, ob er denn jemals so ein überlegenes Spiel verloren habe und wie er sich nach der unglücklichen Niederlage denn fühle. Der Trainer der SpVgg Unterhaching setzte zu einem kurzen, verzweifelten Lächeln an und sagte: „Das tut weh.“ Auch die Mannschaft, die das Spiel im Erfurter Steigerwaldstadion fast über die komplette Zeit beherrscht hatte, konnte die erneute Bauchlandung nicht fassen. Pylonen wurden auf der Tartanbahn von frustrierten Spielern mit dem Fuß malträtiert und flogen durch die Luft. Die Spieler rangen nach der bitteren Pleite nach Worten. „Wir reden Woche für Woche drüber. Ich hoffe, dass der Knoten nächste Samstag gegen Wehen Wiesbaden mal Platz. Er muss dann einfach platzen“, sagte der in Erfurt eifrige aber vor dem Tor glücklos agierende Florian Bichler.

Nach elf Niederlagen aus den vergangenen 15 Spielen, wird es langsam Zeit für die SpVgg, wieder mal einen Sieg einzufahren. Da die Konkurrenz im Abstiegskampf punktet, werden diese Saison voraussichtlich mehr als die im Vorjahr zum sicheren Klassenerhalt benötigten 41 Punkte notwendig sein, um nicht in die Regionalliga abzustürzen. Die Hachinger stehen in den verbleibenden sieben Spielen unter Zugzwang. Minimum drei Mal müssen die Rot-Blauen gewinnen. Ziege gibt sich trotz der immer bedrohlicher werdenden Lage kämpferisch. „Für mich hat sich die Situation nicht viel verändert. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Gegen jede Mannschaft ist alles möglich“, sagte Trainer Ziege.

Ziege sah in Erfurt gegenüber dem starken Leipzig-Spiel (1:1) sogar noch einmal eine Steigerung. „Mit welchem Einsatz die Mannschaft gekämpft hat, ist beeindruckend. Enttäuschend ist, dass sie sich für diese Arbeit nicht belohnt hat.“ Gebracht hat diese Leistung dennoch nichts. In puncto Klassenerhalt ist der 42-jährige Berliner aber positiv eingestellt und gibt sich kämpferisch. „Wir stecken jetzt den Kopf nicht in den Sand. Dass was ich heute gesehen habe, stimmt mich zuversichtlich.“

Zu allem sportlichen Unglück reiht sich bei den Hachingern aktuell auch noch Verletzungspech ein. Florian Heller (Syndesmoseband) und Fabian Götze (Außenmeniskus) waren bereits in Erfurt nicht mit von der Partie. Letzterer muss nach einem Schlag aufs Knie im Testspiel vergangene Woche gegen den FC Bayern II sogar am kommenden Montag unter das Messer. Götze wird den Hachingern auf unbestimmte Zeit fehlen.

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