Hans Meyer: „Abramowitsch hat mir deswegen immer schon gestunken“

Posted on 21. Januar 2015

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Fußball 2014-15 Podiumsdiskussion im Nürnberger Presseclub mit Hans Meyer. Foto: Robert M. Frank.

FUSSBALL – Die Sprüche von Trainerlegende Hans Meyer bei der Podiumsdiskussion der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur gestern (20.1.2015) im Nürnberger Presseclub. Ein Traum!

Echt göttlich, eine Podiumsdiskussion mit Hans Meyer Live miterleben zu dürfen! Meyers beste Sprüche gestern (20. Januar 2015) auf der Podiumsdiskussion „Marken im Vormarsch – Tradition im Abstiegskampf?!“ der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur im Nürnberger Presseclub:

Zu Sponsoren im Fußball (bzw. zu Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz)

Meyer: „Wenn dieser Österreicher sein Geld gemacht hätte mit Waffenlieferungen, dann würde ich aber selbst mit Demonstrieren gehen (…). Aber wenn der nur ein Getränk verkauft, was ich eigentlich auch schon als Strafe genug betrachte, und nutzt dann die Situation, (… dann ist das etwas anderes/okay; das meint Meyer sinngemäß in den darauffolgenden Schachtelsätzen)

Zur Debatte „Tradition vs. Kommerz“

Meyer: „Für mich ist Arbeit wesentlicher als Tradition. Ich finde es gut, wenn man Tradition nutzen kann für die Erziehung von Jugendlichen. Als Trainer in Mönchengladbach hat mich nach zwei Siegen hintereinander die Tradition belastet.“

Zum Abstieg von Traditionsvereinen

Meyer: „Viele Traditionsvereine sind deshalb nicht mehr auf den Beinen, weil nicht optimal gearbeitet wurde“ (Gruß an den TSV 1860 München und die SpVgg Unterhaching ???)

Zum 1. FC Nürnberg

Meyer: „Baders (Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader; Anm. d. Red.) Traum war, nur mit Franken zu spielen.“

Zum Thema „Geld schießt Tore“

Meyer: „Geld schießt keine Tore. Bei Gleichwertigkeit im Etat, wird immer diejenige Mannschaft gewinnen, die besser arbeitet.“

Zum Kommerz im Fußball

Meyer in Richtung von Traditions-Fanatikern wie den Podiumsgast Jan Henrik Gruszecki (u.a. Sprecher des „12:12“-Protests, TV-Autor für Fanfilme, BVB-Fan): „Sie reden gegen Kommerz im Fußball? Da leben wir offenbar in einer Traumwelt! Im Leistungsfußball ist das, was ihr wollt, unrealistisch und nur zu einem gewissen Grad umsetzbar.“

Zum vielen Geld in Russland/den vielen Milliardären in Moskau (wo etwas „faul“ sei)

Meyer: „Abramowitsch hat mir deswegen immer schon gestunken.“

Zu Paris-St-Germain und zum Einfluss von Sponsoren auf das sportliche Geschäft

Meyer: „Ich kann mir nicht vorstellen, bei PSG zu arbeiten, wo mir irgend so ein Heini sagt, was ich zu tun habe.“

Zu Traditions- und vermeintlichen Retortenvereinen

Meyer: „Es wäre nicht gut, wenn der HSV und der VfB absteigen und Ingolstadt aufsteigt. Das wäre nicht gut für die Liga.“

 

Infos/Schlagzeilen:

Die besten Sprüche von Hans Meyer:

–> kicker.de

–> Augsburger Allgemeine

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